Netzpolitik.org – Überwachtes Netz

snowden„Überwachtes Netz – Edward Snowden und der größte Überwachungsskandal der Geschichte“ heißt das Buch, das Markus Beckedahl und Andre Meister herausgegeben haben.

»Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles, was ich tue, aufgezeichnet wird. Das ist nichts, was ich bereit bin zu unterstützen. Das ist nichts, unter dem ich zu leben bereit bin.«
– Edward Snowden im Interview mit dem Guardian, 10. Juni 2013

kompletter Download (freigegeben von netzpolitik.org):

snowden_zip

Zip-File mit den Formaten ePub und Kindle-AZW3
1,42 MB

snowden_pdf

formatiertes PDF
2,53 MB

Vorwort:
Edward Snowden hat die größte Überwachungsmaschinerie der Menschheitsgeschichte enthüllt. Und täglich kommen neue Puzzlestücke ans Licht. Die Geheimdienste der westlichen Welt, allen voran die amerikanische NSA und das britische GCHQ, »versuchen sämtliche Formen der menschlichen Kommunikation zu sammeln, zu überwachen und zu speichern«, so der investigative Journalist Glenn Greenwald. Full Take.

Dabei geht es nicht um Terrorismus, womit dieser Überwachungs-Koloss in der Öffentlichkeit immer wieder gerechtfertigt wird. Die Dienste geben ganz offiziell selbst zu, dass die damit klassische Spionage betreiben – für Politik und Wirtschaft. Anders sind Wanzen in EU-Einrichtungen, das abgehörte Merkel-Telefon und gehackte Firmen-Netze auch nicht zu erklären. Schließlich nutzen die mächtigen, intransparenten und demokratisch nicht kontrollierbaren Geheimdienste ihren Datenschatz auch zum Erhalt der eigenen Macht. Der »Staat im Staat« existiert nicht nur in der Türkei, die Dienste führen ein Eigenleben.

Dabei kann eine Demokratie ohne Privatsphäre nicht funktionieren. Menschen brauchen einen »Kernbereich privater Lebensführung« zum Rückzug, zur Entwicklung und zur Reflexion. Stattdessen gibt es keine unbeobachtete Kommunikation mehr. Durch die Digitalisierung wird jede kleine Handlung von Computern verarbeitet – und damit von den Geheimdiensten abgeschnorchelt: Einkäufe, Reisen, Zahlungen, bald auch Zähneputzen und Autofahren. Und natürlich sämtliche Kommunikation und Interaktion. Das bedroht die Demokratie im Kern.

Vor zehn Jahren wurde netzpolitik.org gestartet, unter anderem als Reaktion auf den Geheimdienst-Skandal der damaligen Zeit: das weltweite Spionagenetz Echelon. Alle unsere Befürchtungen wurden 2001 ganz offiziell vom Europaparlament bestätigt. Das war zwei Monate vor 9-11. Heute ist Echelon »ein Kinderspiel im Vergleich zur aktuellen Überwachung«.

Wir wollen das nicht akzeptieren. Wir wollen den Kopf nicht in den Sand stecken und akzeptieren, dass wir mit dieser Überwachung leben müssen. Wie es unsere Regierungen wollen. Wir wollen unser Verhalten nicht umstellen, um damit umzugehen. Wir müssen die Überwachungsmaschinerie zurückdrängen und sehen Ansatzpunkte in einer Kombination aus technischen und politischen Mitteln.

Wir wissen, dass es vielen so geht. Wir haben in den vergangenen Monaten eine Vielzahl an Autorinnen und Autoren eingeladen, ihre Sicht auf die durch Edward Snowden ausgelösten Entwicklungen zu reflektieren und zu überlegen, welche Schlüsse aus den enthüllten Fakten zu ziehen sind.

Die Debatte darum darf nicht verstummen. Auf dem Spiel stehen Freiheit und Demokratie. Deswegen gibt es dieses Buch.
– Markus Beckedahl und Andre Meister

»Die gute Nachricht ist: Wir sind nicht paranoid.
Die schlechte Nachricht ist: Wir werden alle überwacht.
Jederzeit und überall.«

Wir verschenken jetzt das Buch in digitaler Form, weil wir wollen, dass die wichtigen und spannenden Inhalte viele Menschen erreichen. Mit dem Verschenken wollen wir auch die dringend notwendige Debatte über die Folgen am Leben erhalten. Wir haben viel Arbeit in das Projekt gesteckt. Wenn Euch die Inhalte etwas wert sind, freuen wir uns über eine Spende zur Unterstützung unserer Arbeit.
(netzpolitik.org)

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *