Notkurier und andere lokale journalistische Kostbarkeiten

passendes Örtchen für lokale Presseerzeugnisse?

passendes Örtchen für lokale Presseerzeugnisse?

Es ist ein Kreuz mit unseren regionalen Journalisten… Der Notkurier glänzt regelmäßig – insbesondere durch den lokalen Schreiberling Ivo Hilgenfeldt – mit ungekennzeichneten Auszügen aus Werbebroschüren oder fremden Blogs, die dann, als redaktionelle Beiträge getarnt, kostenpflichtig unters Volk gebracht werden.

Die Wasserprawda OZ sieht nicht einmal die Notwendigkeit, klare Zeitungsenten zu korrigieren.

Herr Hilgenfeldt setzt diese Tradition mit seinem Artikel „Zoff in neuer Wählergruppe – zwei Mitstreiter ausgetreten“ vom 05.02.2014 unbeirrt fort. Im Mittelalter waren Skriptoren (die schrieben Bücher per Hand ab und vervielfältigten diese dadurch) geachtete Leute. Allerdings reklamierten diese fremd erdachte Formulierungen dann nicht für sich und hielten sich an die Vorlagen. Das ist heute offensichtlich anders.

Herr Hilgenfeldt: ernst zu nehmende Journalisten agieren anders.

 

Nordkurier
Insel-Zeitung
17424 Seebad Heringsdorf
per Mail inselzeitung@nordkurier.de

Gegendarstellung: „Zoff in neuer Wählergruppe – zwei Mitstreiter ausgetreten“
Artikel vom 05.02.2014 von Ivo Hilgenfeldt

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich mache darauf aufmerksam, dass dies kein Leserbrief ist, sondern eine Gegendarstellung. Ich erwarte eine Richtigstellung.

Ich stelle fest, dass ich entgegen der Behauptung im Artikel kein Gründungsmitglied der Wählergruppe „InKa“ bin und dies auch an keiner Stelle behauptet habe.

Weiter weise ich darauf hin, dass ich keine Sitzung der Wählergruppe vorzeitig verlassen habe.

Die Aussage, dass „der Vorstand … Bedenken mit „wir sind doch hier nicht bei den Piraten“ abgebügelt haben soll…“ ist ebenso unrichtig. Diese Bemerkung stammt nicht vom Vorstand.

Ich stelle fest, dass ich nicht meinem „… Ärger auf Facebook Luft gemacht…“ habe, sondern auf meinem Blog bansdo.de einen entsprechenden Artikel veröffentlicht habe. Diesen habe ich auf Facebook verlinkt, was ein Unterschied ist.

Ich stelle fest, dass Herr Hilgenfeldt sich Formulierungen und Ausführungen aus meinem Artikel ohne nennenswerte journalistische Arbeit zueigen gemacht hat, ohne diese als Zitate zu kennzeichnen.

Ich habe am 03. Februar 2014 eine Interviewanfrage des Autors per Mail abgelehnt, weil ich zu diesem Thema keine weiteren Ausführungen machen wollte.
Die einzigen von ihm stammenden Formulierungen beinhalten auch die inhaltlichen Fehler seines Artikels.

Mit freundlichen Grüßen

Arne Reyher

3 Gedanken zu “Notkurier und andere lokale journalistische Kostbarkeiten

  1. was willste nun? eine Gegendarstellung oder eine Richtigstellung. leider lässt diese Uneindeutigkeit dem NK Spielraum. Eine Richtigstellung kann die Redaktion im eigenen Wortlaut machen, eine Gegendarstellung ist nach Pressegesetz im übergebenen Wortlaut abzudrucken.
    siehe Pressegesetz M-V §10

    Leider hat dieser Brief die Form eines Leserbriefes. Damit kann m.E. eine Gegendarstellung unterbleiben. Trenne sauber zwischen Gegendarstellung, also das was abgedruckt werden soll, und persönlicher Mittteilung. Außerdem ist zum Abdruck einer Gegendarstellung der Chefredakteur oder Verlagsleiter zu verpflichten, also muss sie nach Neubrandenburg gerichtet werden.

    Leider kann ich nicht nachprüfen, ob der Kollege im konkreten Fall wirklich so unsauber gearbeitet hat. Aber im Allgemeinen kann ich nur zustimmen. Zufällig bekam ich vor einiger Zeit in einem Warteraum eine Ausgabe des NK in die Hand. Ich war entsetzt. Vom Format und Umfang her schon mal keine Zeitung. Aber erst der Inhalt: Nur PR! Mal gekennzeichnet, mal nicht. Wenigstens standen die Unternehmer in Mittelpunkt und nicht das Unternehmen. Aber nicht eine selbst recherchierte Meldung. Mag sein, dass ich ein extremes Beispiel in der Hand hatte. Aber das hat mich umgehauen. Ich muss mich für meine Kollegen fremdschämen.

    • Die Unterscheidung zwischen „Richtigstellung“ und „Gegendarstellung“ war mir tatsächlich nicht bewusst. Danke für den Hinweis. Die einleitenden Worte sind nur auf dem Blog. Die unten aufgeführte Gegendarstellung ist sowohl an die Inselredaktion als auch nach Neubrandenburg gegangen. Mal gucken, was das wird.

  2. Ich erlaube mir den Hinweis, dass die Domain [XXX] mir gehört. Aus diesem Grund bitte ich Sie, von der inflationären Verwendung des Wortes „Notkurier“ abzusehen, wenn Sie den „Nordkurier“ meinen.
    MfG
    Uwe Elsen

    edit – Inhaltlich ist Ihre Aufforderung völliger Blödsinn. Werbung für Ihre komischen Domains, um Werbeklicks zu generieren, lasse ich hier jedenfalls nicht zu. A.R.

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