OZ-Wählerforum am 06.03.2012 um 19.00 in Bansin – Videolink

Wir hatten eine Liveübertragung ins Internet an dieser Stelle geplant, mussten das aber absagen, da das vor Ort erreichbare Internet dafür nicht ausreichte.

Wir haben deshalb aufgezeichnet und hier veröffentlicht, damit diejenigen, die die Veranstaltung nicht live verfolgen konnten, sich trotzdem einen Eindruck verschaffen können.

Auf »www.usedomspotter.de«  gibt es ein Liveblog von der Veranstaltung.

Das Video ist auch über OZ online abrufbar. 

Erste Eindrücke (die Veranstaltung ging von 19.00 – ca. 21.00 Uhr):

Sehr gut vorbereitet versuchten die Moderatoren um Steffen Adler (Lokalredakteur OZ Usedom) die Kandiaten etwas aus der Reserve zu locken, was anfangs ziemlich schwer war.

Mehr mit Allgemeinplätzen als mit konkreten Aussagen waren diese bis auf gelegentliche Spitzen gegen den Amtsinhaber um staatstragendes Auftreten bemüht. Der Einzige, der unberührt von den bisherigen kommunalen Vorgängen etwas lockerer auftrumpfen konnte und dem man sein offenes Auftreten abnehmen konnte, war Lars Petersen. Kunststück – alle anderen sind seit Jahren mehr oder weniger stark für das (mit)verantwortlich, was vor Ort passiert. Da wollte eigentlich auch keiner dem anderen zu nahe treten.

Bewegung kam erst auf, als sich aus dem Publikum Unmutsäußerungen Bahn brachen, die insbesondere beim Thema Bürgerbeteiligung und Bürgernähe die Statements der Kandidaten aufgrund gemachter Erfahrungen kritisch hinterfragten.

Insbesondere die Bausünden in der Maxim-Gorki-Straße und das jüngste Husarenstück in der Seestraße brachten etwas Lautstärke in den Saal.

Klaus Kottwittenborg war sichtlich bemüht, die Wogen zu glätten, konnte aber keinen rechten Draht zu den Anwesenden aufbauen. Johannes Tolxdorff und Frank Lettner blieben relativ farblos und trugen nicht viel bei.

Johannes Friedrich machte deutlich, dass er mehr Akzente Richtung Hinterland setzen möchte und nicht nur die Seebäder als einziges Aufgabengebiet sieht und brachte als einziger Bürgermeisterkandidat das Vorhaben Eisbahn an der Grenze zur Sprache.

Thomas Heilmann  brachte das Thema „Eine Insel – eine Gemeinde“ auf und machte deutlich, dass er die Wiederbelebung des Inselrates und den Verzicht auf eine dominierende Rolle Heringsdorfs in diesem Gremium  als künftige Richtung sieht.

Lars Petersen  trumpfte beim Stichwort Bürgernähe auf und erklärte, auf mehr Kommunikation mit den Einwohnern setzen zu wollen.

Obwohl die zwei Stunden relativ schnell um waren, blieben eigentlich keine allzu starken Eindrücke haften. Die Stimmung im Saal klang nach Neuanfang. Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass die Anhänger des amtierenden Bürgermeisters, die ohne Zweifel in den Seebädern stark vertreten sind, entweder zu Hause blieben oder sich nicht zu Wort meldeten.

Eine Prognose ist also nach wie vor schwierig, wenn man wohl getrost von einer Stichwahl und damit einem zweiten Wahlgang ausgehen kann.

Die Einsicht, dass  es mit der Kommunikation mit dem Bürger und deren Einflussmöglichkeiten nicht allzu rosig bestellt ist, scheint zumindest bei den fünf Herausforderern angekommen zu sein. Inwieweit der amtierende Bürgermeister für Veränderungen offen sein wird, sollte er wieder auf dem Regierungssessel Platz nehmen, wird man sehen. In seiner »Antwort« auf unsere »Fragen«  räumt er zumindest Verbesserungsbedarf und Interesse ein.

Interessant war dann der Abschluss, mit dem Steffen Adler (OZ) die sechs Hoffnungsvollen nochmal ins Schwitzen brachte: „Wen würden Sie von den anderen fünf wählen, wenn Sie selbst nicht antreten würden?“  Jeder  – bis auf Lars Petersen – zierte sich, bis er sich eine Antwort abringen konnte, die dann so aussah:

Frank Lettner: „Thomas Heilmann“

 Johannes Friedrich: „Klaus Kottwittenborg“

Thomas Heilmann: „Frank Lettner“

Klaus Kottwittenborg: „Johannes Friedrich“

Lars Petersen: entzog sich als Einziger dieser Frage und stellte klar, das er sich diese erst stellt, wenn er es nicht in die Stichwahl schafft

Johannes Tolxdorff:  „Johannes Friedrich“

 Soweit erstmal meine persönlichen Eindrücke. Ich werde mir die Aufzeichnung dann auch nochmal ansehen.

Guckt euch die ebenfalls an und kommentiert sie ruhig.

Das Video ist auch über OZ online abrufbar.

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